Der Sattel
In erster Linie sollte der Sattel dem Pferd passen: Risthöhe Breite, Länge etc. Zweitens dem Reiter: Sitzfläche und Bügel-Länge und Breite.
MATERIAL GEHT VOR SCHÖNHEIT
Der Sattel sollte dem passenden Reitzweck dienen. (Mit einem Westernsattel kann man nicht Mächtigkeit springen). Für den Freizeitreiter im Westernstil empfehle ich einen einfachen eher unverzierten Arbeitssattel mit vielen Anhängemöglichkeiten für Utensilien, hohem Cantle für komfortablen Sitz und breite schwere Steigbügel. (Nachteil: meist sind diese Sättel sehr schwer. Vorteil: unverwüstlich und sehr bequem)
MERKE: Ein vor Silber und Verzierungen glänzender Sattel macht noch keinen Reiter
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Zaumzeug
Auch hier sollte Material und Zweckmäßigkeit vor Schönheit gehen. Einfache Zaumzeuge aus Leder (pflegebedürftig) oder Nylon (pflegeleichter) sind ratsam. Bei Trense (Snaffle) sollte man achten, daß der Zaum einen Stirn- und Kehlriemen hat. Grund: bei Haltparaden schiebt sich die Trense weit in die Maulwinkel des Pferdes und die Backenstücke des Zaumes heben sich von den Ganaschen ab. Das Pferd kann mit einer Schüttelbewegung das Zaumzeug abstreifen. Bei Kandare reicht ein Einohrzaum oder sogar nur ein Kopfriemen. Grund: Durch die Hebelwirkung wird das Genickstück fester an das Genick des Pferdes gedrückt und kann nicht abgestreift werden.

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GEBISS:
Es gibt so viele verschiedene Gebisse mit verschiedenen Einwirkungen auf das Pferd.
Wichtig ist das Gebiß muß auf das Alter des Pferd es, auf die Verwendung und vor allem auf die Reiterhand abgestimmt werden.
JEDES GEBISS IST NUR SO HART WIE DIE REITERHAND DIE ES FÜHRT
Es gibt keine Mördergebisse sondern nur Mörderhände!!! Je schärfer das Gebiß ist um so feinfühliger muß das Pferd reagieren und um so sanfter und genauer muß die Reiterhand sein. Oft muß man in einem Pferdeleben das Gebiß ein paarmal wechseln, da sich die Sensibilität des Pferdes und die Ausbildung des Pferdes und des Reiters laufend ändert. Weder Pferd noch Reiter haben im ihrem ganzen Leben je AUSGELERNT!!!
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Einige Gebisse und deren Wirkung:
SNAFFLE:
Meist nicht zu dick mit Kupfereinlagen oder Rollen, ein- oder doppeltgebrochen Kinnketterl oder Riemen locker in die Ringe gehängt verhindert durchziehen des Gebisses durch das Maul.
WIRKUNG: Nur auf die Laden des Pferdes, ein oder beidseitig.
Nachteil: man muß mit tieferer Hand reiten, da inan sonst den Pferdekopf hochzieht. Oft lehnt sich das Pferd auf das Gebiss.


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SNAFFLE with SHANKS:
Meist nicht zu dick mit Kupfereinlagen oder Pollen, ein- 7 oder doppeltgebrochen, Kinnketterl oder Riemen beim Kopfstück strenger eingehängt.
WIRKUNG: Genick durch Hebeiwirkung, Laden ein- und beidseitig, Kinngrube Stärke der Einwirkung kommt auf die Schenkellänge an.
Vorteil: hohere Handhaltung erlaubt und erwünscht, Pferd geht im Genick runder, man benötigt weniger Zugkraft am Zügel Gutes Obergangsgebiß zur Kandare.

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KANDARE:
Starres Mundstück mit mehr oder weniger Zungenfreiheit bewegliche oder starre Schenkel verschiedener Biegung und Länge, mit oder ohne Kupfereiniagen und Rollen.
Wirkung: Zunge, beidseitig Laden, Kinngrube und Genick Druck auf Zunge und Laden unterschiedlich - kommt auf die Höhe der Zungenfreiheit an.
Nachteil: Meist nur für etwas ältere Pferde geeignet, da Wirkung l+r im Pferdemaul fast gleichzeitig kommt und das Pferd Erfahrung benötigt um die Hilfen zu unterscheiden. Vorteil: mit geringster Einwirkung zu reiten

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SPADEBIT: (Kalifornischer Ursprung)
Starres Mundstück mit zusätzlichem LÖFFEL: unterschiedliche Höhe und Breite des Löffels.
Wirkung: Löffel gibt zusätzlich Druck auf das Oberkiefer, bewirkt schnelleres Nachgeben des Kopfes, sollte nur in absolut geübte Reiterhände, erfordert absolutes Fingerspitzengefühl. Pferd reagiert auf minimalsten Druck.
ACHTUNG: dieses Gebiß falsch angewendet kann Kiefer brechen!!!

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BOSAL: (Kalifornischer Ursprung) gebißlose Zäumung
aus Rohleder, keine Metallstücke erlaubt!!
Wirkung: Nase und Backenstücke des Pferdes. Gute Lösung beim Zahnwechsel des Pferdes, auch als Übergang zur Kandare und Spadebit (Doppelzügel) meist mit Rosshaarzügel verwendet

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HACKAMORE: gebißlose Zäumung, KEINE WESTERNZÄUMUNG
Metallhebel, verschiedene Länge
Wirkung: Nase, Kinngrube und Genick (gut bei hartmäuligen Pferden)

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gebißlose Zäumung, Rohleder Nasenband, Zügel bei den Maulwinkeln
Wirkung: Nase, Backenstücke; geeignet zum Einreiten junger Pferde
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ZÜGEL: es gibt 2 Arten der Zügel
SPLIT REINS:
oder texanischer Zügel; 2 lose, lange, meist breite und schwere Zügel, unabhängig voneinander
ZÜGEL mit ROMAL:
oder Kalifornische Zügel; geschlossen mit verlängertem Ende = Romal (wird zusammengerollt in der anderen Hand gehalten)
Zwischen den Zügeln sollte beim einhändigem Reiten maximal 1 Finger gehalten werden.
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GAMASCHEN
Bei schwerer Arbeit, unwegsamen Gelände oder beim Reiten junger Pferde empfehle ich schlagfeste Gamaschen. Sie verhindern Verletzungen der sehr empfindlichen Sehnen durch Schläge ebenso Überbeine oder Griffelbeinverletzungen.
Gamaschen sind KEINE Stütze der Sehen sondern nur ein SCHUTZ!!
Bedenke: Ohne Sehnen kein Pferd.
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HILFSZÜGEL:
Hilfszügel, wie der Name schon sagt, sollen nur eine Hilfe bei der Ausbildung und Korrektur sein, kein dauerhaftes Instrument, sondern nur vorübergehend. Es gibt verschiedene Hilfszügel die verschieden auf das Pferd einwirken.
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RINGMARTINGAL:
harmlosester Hilfszügel, korrigiert die Kopfhaltung über die Zügel zum Gebiss, Druck nach ,inten, vermindert Kopfschlagen, korregiert auch eine zu höhe Handhaltung des Reiters. Diese Hilfe kann auch über einen längeren Zeitraum verwendet werden. Sollte hauptsächlich bei Snaffle verwendet werden.
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TIE DOWN:
(Stoßzügel) verhindert Kopfschlagen und hohe Kopfhaltung des Pferdes über die Nase, oder direkt ins Gebiß geschnallt über die Laden des Pferdes. Vorsicht: junge Pferde werfen sich oft zurück, nicht über Hindernisse springen, da das Pferd keine Ausbalanciermöglichkeit hat und sich überschlagen kann.
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AUSBINDER:
(Longierhilfe), gibt Kopfstellung und Biegung l+r auf Trense fix montiert. Sollte nur zum Longieren und Gymnastizieren des Pferdes verwendet werden.
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SCHLAUFZUEGEL:
durch Trense gezogen am Bauchgurt befestigt gibt Kopfatellung und Biegung fix montierit: nur zum Longieren in der Hand: zum Korregieren (Doppelzügel). Vorsicht: nur in geübte Hände -NUSSKNACKER EFFEKT
BEDENKT: Nur ein völlig korrekt gerittenes Pferd wird locker, zügig und entspannt unter dem Reiter gehen. Verspannungen und falscher Muskelaufbau kann ein unzufriedenes steifes Pferd ergeben, welches den Reiter nicht lange tragen wird können und durch Schmerzen bedingt unreitbar und bösartig werden wird.
Reiten bedeutet nicht auf einem Pferd sitzen und sich tragen lassen, sondern Arbeit mit dem Pferd bis zur vollendeten Harmonie.
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Ausrüstung für den Reiter:
Die Kleidung und Ausrüstung des Reiters sollte zweckmäßig und wetterbedingt sein.Es gibt kein schlechtes Reitwetter sondern nur schlechte Reitkleidung.
WICHTIGE AUSRÜSTUNGSTEILE:
CHAPS oder LEDERHOSE:
schützt vor Dornen, Ästen und leichtem Regen, Leder ist im Sommer kühler als Stoff, paßt sich dem Körper an und ist absolut winddicht
Stiefel:
sollten fest und über die Knöchel reichen einen nicht zu hohen Absatz haben und wasserbeständig sein.
Hut:
schützt vor Sonne, Wind und Regen
Regenschutz:
am geeignetsten sind Wachsmäntel mit oder ohne Kapuze. Sie sollten bis zu den Knöcheln reichen, bietet Schutz für Reiter, Sattel und teilweise fürs Pferd.
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SPOREN:
sind keine Mörderinstrumente, sondern sollten nur eine sehr genaue schnelle Information fürs Pferd sein und nur verwendet werden wenn es absolut notwendig ist.
Radsporen mit großen Rädern mit vielen STUMPFEN Zacken sind harmlos, sie rollen am Körper des Pferdes ab und kitzeln es nur. Die Sporen sollten möglichst frei beweglich sein. Sporen sind harmloser als eine Reitgerte, da sie genauere Befehle ohne Krafteinwirkung weitergeben.

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HILFSZÜGEL:
Hilfszügel - Die dritte Hand des Reiters. Welche Arten es gibt -> hier mehr
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